Traumpässe und Eigentore – Die Tops und Flops im August

Traumpass

Edeka und der DOSB

Olympia ist für Sponsoren eine große Herausforderung. Die Wettbewerbe selbst sind werbefrei, also müssen die IOC-Partner oder nationalen Sponsoren die Sichtbarkeit auf anderen Wegen finden. Edeka ist Ernährungspartner des DOSB und hat sich zu Olympia 2016 etwas einfallen lassen. Wenn man schon im TV keine Präsenz finden kann, sendet man eigenen Content über den eigenen Facebook-Kanal, und zwar live.

LinesMan Edeka Olympia
Einfach klicken, um zur Facebook-Seite von Edeka zu gelangen.

Im ersten Beitrag trat unter dem Motto „Reif für Rio“ die deutsche Medaillenhoffnung im Speerwerfen, Christina Obergföll, in verschiedenen Disziplinen gegen einen  Edeka-Mitarbeiter an. Dazu zählten z.B. Beeren sortieren oder Preise schätzen. Edeka integriert hier intelligent die Sponsoringrechte, die Sportler und andere Prominente in Verbindung mit der eigenen Produkt- und Markenwelt. Gleichzeitig hilft Edeka auch den Sportlern mit Medienpräsenz. Allerdings würde es ihnen noch mehr helfen, wenn sie z.B. eigene Sponsoren auf der Kleidung zeigen dürften. Dennoch eine professionelle, sympathische und lockere Markeninszenierung.

Eigentor

Julian Draxler

Jeder Fußball-Profi hat Ansprüche und Ziele für seine Karriere und auch sein persönliches Umfeld. Von daher ist es verständlich, wenn ein Nationalspieler wie Julian Draxler einen neuen Verein sucht. Vor allem, wenn sein aktueller Club VfL Wolfsburg nicht im Europapokal spielt.

Dass Draxler aber vor einem Jahr einen 5-Jahres-Vertrag bei den Wolfsburgern unterschrieben hat und nun das sinkende Schiff schnellstmöglich wieder verlassen will, schadet seinem Ansehen. Er hat einer Ausstiegsklausel ab 2017 zugestimmt und selbst einen Teil dazu beigetragen, dass das internationale Geschäft verpasst wurde. Sein Wechselwunsch und die offensive Art, über die Medien Druck auf den Verein auszuüben, zeigt einmal mehr, wie verwöhnt, unzuverlässig und unseriös viele Fußballprofis sind. Diese Profis sind jung, aber dennoch muss man ihnen zumuten können, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und für gewisse Werte einzustehen (z.B. Teamgeist, Ehrgeiz, Verlässlichkeit, etc.). Somit wird ein Fußball-Profi auch langfristig zum Vorbild und interessant für Marken.  Julian Draxler, Nationalspieler, erscheint mir unter diesem Aspekt als Werbebotschafter ungeeignet.

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